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GeMa-LuM 041 Bombenbaubehinderung

Das Säbelrasseln aus Richtung Nordkorea macht das Thema “Atombombe” gegenwärtig leider wieder aktueller, als es uns lieb sein kann. Zu gern würden wir über die Entwicklung solcher Superwaffen nur noch in den Geschichtsbüchern lesen. Deutschland gehört zum Glück bis heute nicht zum Kreis der Länder, die im Besitz einer Atombombe sind. Aber warum eigentlich? Waren die Wissenschaftler im zweiten Weltkrieg nicht klug genug? Oder hatten sie den Bauplan etwa theoretisch fertig und es fehlten ihnen nur die notwendigen Materialien, ihn auch praktisch umzusetzen? Oder gab es noch andere Gründe? Eine Gruppe von etwa 100 Wissenschaftlern rund um den Physiker Werner Heisenberg hatte ab 1939 als “Uranverein” intensiv nach dem richtigen “Rezept” zum Bombenbau gesucht, aber es nicht gefunden. So jedenfalls sagten es die historischen Quellen bisher übereinstimmend. Doch neuere Forschungen, diesmal von Physikern statt Historikern vorgenommen, kommen zu einem anderen Schluss. Die neue Theorie sagt: Hätten sich die Forscher des Uranvereins die richtigen Fragen gestellt und nach streng wissenschaftlicher Methode alle Kraft auf die wahrscheinlichsten Antworten konzentriert, hätte ihnen der Durchbruch gelingen können. Doch genau das taten sie nicht. Sie verzettelten sich in unzähligen Hypothesen, die alle in Sackgassen endeten. Und es spricht einiges dafür, dass dies mit Absicht geschah.

Aufnahme vom 04.05.2017, Dauer: 4:03:01

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GeMa-LuM 040 Indusschlüssel

Im Zeitalter getippter Kurznachrichten kommt es wahrscheinlich seltener vor. Doch zu einer Zeit, als Nachrichten noch überwiegend per Hand geschrieben wurden, konnte man manchmal den Spruch hören “Deine Hieroglyphen kann ja kein Mensch lesen!” Natürlich waren damit in den wenigsten Fällen echte Hieroglyphen gemeint, es handelte sich stattdessen überwiegend um die Bezeichnung einer unleserlichen Handschrift. Aus einer Ahnung, was der Absender wohl hat sagen wollen und mit einem Vergleich bekannter Worte, konnte man sich dann manchmal doch noch den Sinn entschlüsseln. Manchmal aber auch nicht. In der Welt der Wissenschaft ist es zum Teil ganz ähnlich. Viele Texte, die frühere Kulturen uns hinterlassen haben, konnten erst nach aufwändigen Vergleichen und Interpretationen ihres Kontextes entziffert werden. Die ägyptischen Hieroglyphen galten beispielsweise erst im Jahr 1822 als vollständig entschlüsselt. Bei einigen Schriftsystemen dauert die Entzifferung noch heute an. Zu den ungelösten Rätseln dieser Art gehört auch der Indus-Code. Was ihn ausmacht und welche Methoden zur Enträtselung bisher angewendet wurden, erzählen wir in dieser Episode, die gar nichts mit dem ähnlich klingenden Werkzeug, dem “Inbusschlüssel”, zu tun hat.

Aufnahme vom 07.03.2017, Dauer: 2:14:52

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GeMa-LuM 036 Gehirn verdrahtet

Manchmal trifft sie Menschen aus heiterem Himmel, manchmal ist es aber auch schon eine alte, wiederkehrende Bekannte: die Depression. Eine Erkrankung der Seele. Oder doch eher des Gehirns? Man weiß es noch nicht. Was verändert sich in den Menschen, wenn sie sich plötzlich dem “schwarzen Hund” gegenüber sehen? Die Depression gibt der Forschung bis heute Rätsel auf. Obwohl die Ursachen noch nicht völlig verstanden sind, zeigen einige Therapien doch deutlichen Heilungserfolg. Zumindest vorübergehend. Gegenwärtig besteht der häufigste Therapieansatz aus einer Kombination von medikamentöser und psychiatrischer Behandlung. Das verschafft vielen Betroffenen Linderung. Manchmal wird aber auch die Elektro-Krampftherapie gewählt, wenn anders keine Verbesserung zu erreichen ist. Eine neue Methode ist der Einsatz von “Hirnschrittmachern”. Solche Geräte werden bei der Behandlung von Parkinson-Patienten schon erfolgreich eingesetzt. Dazu werden dünne Drähte ins Gehirn geschoben und mit einem Generator verbunden, der leichte (für die Patienten nicht spürbare) Stromstöße erzeugt. Bei der Behandlung von Depressionen hat diese “Tiefe-Hirnstimulation” schon gute Erfolge gezeigt. Es ist jedoch noch nicht ganz sicher, warum. Und unklar ist auch noch, ob die bisher so stimulierten Hirnregionen tatsächlich die “richtigen” Areale sind.

Aufnahme vom 10.05.2016, Dauer: 2:18:55
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GeMa-LuM 035 Eine lange Reise

Quelle: wikipedia.de Mädchen von Egtved

Quelle: wikipedia.de Mädchen von Egtved

Im Jahre 1921 wollte ein dänischer Bauer auf seinem Hof aufräumen. Dabei stieß er in einem Grabhügel auf einen Baumsarg, in dem ein junges Mädchen lag. Da sie mumifiziert war, rief der kluge Mann Experten herbei, die das Alter der Mädchenleiche auf etwa 3400 Jahre schätzten. Wer war dieses Mädchen. Woher stammte sie? Warum hatte man sie so prunkvoll bekleidet in den Sarg gelegt? Diese und viele andere Fragen versucht heute immernoch die Archäometrie zu beantworten. Mit unterschiedlichen Verfahren werden dabei Messwerte ermittelt, die Stück für Stück das Puzzle ergänzen. Das Bild ist noch nicht vollständig. Aber eine mögliche Spur führt nach Deutschland. In den Schwarzwald.

Aufnahme vom 01.03.2016, Dauer: 1:27:24

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GeMa-LuM 034 Fest entschlossen

KuhkucksuhrWer bestimmt unser Handeln? Sind wir es selbst? Oder gibt es einen übergeordneten Masterplan, nach dem unser Tun und Wirken abläuft? Vor einiger Zeit machten Berichte die Runde, dass im menschlichen Hirn bereits vor dem Bewusstwerden einer Handlung deutliche Aktivitäten festzustellen sind. Das legte den Schluss nahe, dass etwas dem Bewusstsein vorausgeht. Weitergedacht bedeutet dies aber auch, dass unser Konzept vom freien Willen dann nicht mehr tragfähig ist. Wie kann man Täter für Fehlverhalten betrafen, wenn ihnen ihr Handeln vorgeschrieben ist? Sind wir nur Marionetten in einem mechanistischen Weltbild? – So modern die aktuellen Forschungsmethoden auch sind, die damit verbundenen Grundfragen sind dagegen schon ziemlich alt. Wir erlauben uns deshalb einen umfangreichen Blick in die Geschichte und stoßen auf einen Dämon.

Aufnahme vom 11.02.2016, Dauer: 2:26:12
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GeMa-LuM 033 Mausohrendurchblicker

Buchstabe Pi hinter VorhangZum Selbstschutz, aus Spaß oder für die medizinische Diagnostik. Es gibt viele Gründe, warum man sich wünschen kann, verborgene Dinge zu sehen. Und sei es auch nur, einen Duschvorhang zu durchblicken. Forschern ist genau dies in einem – natürlich winzigen – Laborexperiment geglückt. Mit speziellem Laserlicht, einem Spiegel, der die Zeit umkehren kann, einer ganz speziellen “Streuscheibe” und Ultraschall. Mehr braucht es eigentlich gar nicht. Ach doch. Ein gehöriges Maß an Mathematik darf man nicht übersehen. Aber dann lässt sich durch den Vorhang blicken. So taten sie es jedenfalls. Und dann sahen sie den griechischen Buchstaben Pi. Eine zweibeinige Schönheit. Wovon Forscher eben so träumen.

Aufnahme vom 12.01.2016, Dauer: 1:50:32
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GeMa-LuM 032 Kunterbunte Haufen

Angenommen, wir dürften uns ein Team zusammenstellen. Welche Mitglieder würden wir wählen? Menschen, die uns ähnlich sind, mit denen wir auf einer Wellenlänge unterwegs sind? Oder Menschen, die die Dinge bekanntermaßen anders sehen, als wir selbst? Wenn es das Ziel ist, möglichst kreative Ideen zu produzieren, ist die zweite Variante die erfolgversprechendere. Zu dem Preis, dass wir vermutlich viele mühsame Diskussionen führen müssen. Das belegt die Forschung, die dem Artikel zugrunde liegt, den wir in dieser Episode lesen und besprechen. Doch bevor es damit losgeht, werfen wir noch einen Blick auf die Folge 31 zurück, denn der Spektrum-Verlag hat seine Leser aufgefordert, sich mit dem “Digitalen Manifest” zu beschäftigen. Werden wir Menschen oder am Ende doch die Maschinen unsere Zukunft bestimmen?

Aufnahme vom 01.12.2015, Dauer: 2:53:33
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GeMa-LuM 031 Es werde Licht

GML031 Episodenbild Kambrische ExplosionWenn alle alles über alle wissen. Werden wir dann in einer idealen Welt leben? Diese Frage haben wir in unserer 31. Episode diskutiert. Aber nicht nur das. Denn der Aufsatz “Wie digitale Transparenz die Welt verändert” von Daniel C. Dennett und Deb Roy der einen Bogen von der Kambrischen Explosion bis zur digitalen Gesellschaft unserer Gegenwart zu schlagen versucht, hält vielfältige Denkanstöße für uns bereit. Nicht alles darin können wir nachvollziehen. Was die Kambrische Explosion als solche betrifft, finden wir zumindest eine Definition. Aber ob sie überhaupt stattgefunden hat oder nicht, ist bereits Gegenstand von Expertenstreit. Ob sie darüber hinaus sogar als Analogie für die gegenwärtig fortschreitende Digitalisierung in allen Lebensbereichen dienen kann, muss am Ende leider offen bleiben. Interessant ist aber, welche vielfältigen Gedankengänge sich daran anknüpfen lassen.

Aufnahme vom 03.11.2015, Dauer: 2:40:39
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GeMa-LuM 030 Stadtgedanken

GML030-EpisodenbildAuf der MS Wissenschaft war es in diesem Jahr Richtschnur für die schwimmende Ausstellung. Und auch wir kommen – ganz ohne Boot – bei dem Thema etwas ins Schwimmen. Aber das liegt auch und vor allem daran, dass der diesmal ausgewählte Artikel einen ziemlich breiten inhaltlichen Bogen spannt. Und wir tun es ihm nach. Es geht um die Stadt. Was ist das eigentlich? Wie sollte eine “ideale” Stadt aufgebaut sein? Sind für die Zukunft neue, andere Stadt-Konzepte erforderlich? Alles das wird vom Autor angesprochen. Und auch von uns. Oder auch wieder nicht. Jedenfalls diskutieren wir im “und Mehr”-Teil von der (nicht vorhandenen) Definition bis zur konkreten Dortmunder Stadt-Raum-Umgestaltung durch Phönix-See und Konzerthaus so ziemlich alle Aspekte zum Thema “Stadt”.

Aufnahme vom 22.09.2015, Dauer: 1:55:51
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GeMa-LuM 029 Schneller, als die Optik erlaubt

GML019-EpisodenbildNeuerdings ist jedes bessere Smartphone bereits in der Lage, Zeitlupenvideos zu erzeugen. Dabei werden pro Zeiteinheit um ein Vielfaches mehr Bilder erzeugt, als für die Standardaufzeichnung mit ca. 25 Bildern pro Sekunde notwendig wäre. Beim Abspielen mit normaler Bildanzahl dehnt sich dann gewissermaßen die Zeit im Film. Alle Bewegungen laufen verlangsamt ab. Je mehr Bilder bei der Aufnahme gemacht werden, je größer ist die virtuelle Verlangsamung. Bekannt ist so etwas ja auch von Fussballübertragungen, wenn es z.B. darum geht, Schiedsrichterentscheidungen nachzuvollziehen. Das Prinzip ist also nicht neu. Auch bei Auto-Crashtests werden solche Techniken eingesetzt, wobei dort durchaus Filmgeschwindigkeiten mit bis zu 20’000 Bilder pro Sekunde vorkommen können. Aber Forscher, die die Ausbreitung eines einzelnen Lichtblitzes beobachten wollen, brauchen noch wesentlich höhere Bildraten. Durch eine geschickte Kombination aus Physik und Mathematik ist es inzwischen gelungen, Filme mit 100 Milliarden Bildern pro Sekunde zu erstellen. Das sind dann wahrhaft ultraschnelle Ultrakurzfilme. Eine Sekunde wird darin auf 127 Jahre gedehnt. Unvorstellbar.

Aufnahme vom 07.07.2015, Dauer: 2:18:33

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