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GeMa-LuM 027 Homo silicovallis

Titelbild DruckausgabeWer da glaubt, das Wort Paläontologie sei kompliziert, der kann ja mal versuchen seine Vorgänger Oryktologie beziehungsweise Petrefaktenkunde unfallfrei auszusprechen. Dagegen geht Paläontologie dann doch recht geschmeidig von der Zunge. Sogar dann, wenn man nur seine Spezialisierung auf den Menschen, genauer die menschlichen Vorfahren, betrachtet. Dann nennt sich dieser Wissenschaftszweig Paläoanthropologie. Daran kann man schon mal ein bisschen üben, was Gerrit ja auch tat, bevor er den Text der heutigen Episode vorgelesen hat. Aber wer hätte gedacht, dass eine Wissenschaft, die solch unvorstellbar lange Zeitreisen in die Vergangenheit erfordert, selbst noch nicht einmal 200 Jahre alt ist? Das war eine Überraschung. Aber auch, dass das Thema viel spannender ist, als zunächst angenommen.

Aufnahme vom 05.05.2015, Dauer: 2:15:14
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GeMa-LuM 026 Gedeihliche Kooperation durch Unfairness

Stein-Schere-Papier_450pxSpielen. Spielen macht Spaß. Spielen entspannt. Spielen verbindet. Zumindest so lange, bis sich Mathematiker daran machen, die Mechanik eines Spiels in komplexen Modellen und Formelsprache abzubilden. Die Spieltheorie ist eine Ernst zu nehmende Teil-Disziplin in der Mathematik. Dabei geht es nicht nur darum zu untersuchen, wie man stets als Sieger aus einem Spiel hervorgeht. Es geht vor allem darum, unterschiedliche Strategien in ihrer Erfolgswahrscheinlichkeit zu vergleichen. Was passiert, wenn man auf eine spezielle Weise, d.h. nach einer definierten Strategie spielt? Was, wenn man das Gegenteil tut? Mit Computerhilfe kann man heute x-beliebige Strategien ausprobieren, selbst wenn diese theoretisch überhaupt nicht erfolgversprechend sind. Dabei kann man manche Überraschung erleben. Am Beispiel des berühmt-berüchtigten “Gefangenendilemmas” führt Gerrit erst einmal in die Grundlagen der Spieltheorie ein. Kurz bevor unsere Köpfe explodieren, gehen wir dann zum konkreten Artikel über, wo uns die Überraschung erwartet, dass sich – bei geeigneter Wahl der Strategie – das Spielergebnis des Gegners aktiv beeinflussen lässt. Und es ist dabei ganz egal, was der Gegner tut. Er ist immer “Spielball” unserer Strategie und sein Gewinn wird vorhersagbar. Natürlich stellt sich die Frage, ob sich solche Spielvarianten auch auf das allgemeine Alltagsleben übertragen lassen. Das geht nicht 1:1, doch gewisse Parallelen lassen sich, bei aller gebotenen Vorsicht, dann doch herbeiphilosophieren. Für größere Populationen ergibt sich außerdem die paradoxe Situation, dass der bewusste Verzicht auf einen sicheren Sieg langfristig die erfolgreichere Strategie zu sein scheint.

Aufnahme vom 14.04.2015 – Dauer: 2:32:41

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